Produktentwicklung

Postmix @Home

Konzept einer kompakten, smarten Schankanlage für zuhause mit Sirup- und CO₂-Kartuschen-System.

Postmix @Home

Konzept- und Designentwicklung einer kompakten, smarten Schankanlage für den Heimgebrauch – als B2C-Ableitung des zuvor entwickelten Smart Postmix Systems für den professionellen Einsatz. Das Konzept überträgt die Postmix-Technologie aus Gastronomie und Event in ein eigenständiges Consumer-Produkt mit individualisierbaren Getränken, Display-Bedienung und integriertem Verbrauchsmaterial-System.

Herausforderung: Professionelle Postmix-Technologie in ein alltagstaugliches Consumer-Produkt überführen – inklusive Geschäftsmodell, das wiederkehrende Nutzung tragen kann

Lösung: Kompaktes, freistehendes Gerät ohne Festwasseranschluss, Sirup- und CO₂-Kartuschensystem, intuitive Display-Bedienung mit individualisierbaren Getränken, durchgängiges Produkt- und Servicekonzept

Ergebnis: B2C-Produktkonzept mit eigenständiger Designsprache, klarer Nutzerführung und integriertem Subscription-Modell – gepitcht an den Auftraggeber als zweite Säule der Postmix-Produktstrategie

Projektinfos

  • Leistungen: Konzeptentwicklung, Produktdesign, UX/UI-Konzept, Systemkonzept, Geschäftsmodell
  • Bereich: Produktentwicklung · Consumer Products · Smart Systems
  • Branche: Consumer · Beverage · Smart Devices
  • Projektart: Auftragsarbeit · Konzeptentwicklung · Pitch
  • Vorgängerprojekt: Smart Postmix System (B2B)

Ausgangssituation

Der Getränkekonsum verlagert sich zunehmend in den privaten Raum, gleichzeitig existieren am Markt nur wenige Systeme, die individualisierte Getränke, intuitive Bedienung und ein hochwertiges Nutzungserlebnis im Heimumfeld verbinden – meist sind die Lösungen entweder funktional eingeschränkt oder gestalterisch nicht alltagstauglich.

Es wurde ein eigenständiges B2C-Produktkonzept entwickelt, das die technische Basis des B2B-Systems aufgreift, aber in Bauform, Bedienlogik und Geschäftsmodell konsequent für den Heimgebrauch neu gedacht ist.

Konzept-Ziele

  • Professionelle Postmix-Technologie im Consumer-Format zugänglich machen
  • Kompaktes, freistehendes Gerät ohne festen Wasseranschluss
  • Intuitive, alltagstaugliche Bedienung über Display
  • Individualisierbare Getränke (Geschmack, Intensität, Kohlensäure)
  • Wohnraumtaugliches Industriedesign, das sich von technischen Gastrogeräten abhebt
  • Geschäftsmodell mit wiederkehrender Nutzung über Verbrauchsmaterialien

Meine Rolle

  • Übertragung des B2B-Konzepts in einen B2C-Kontext
  • Analyse von Marktverhalten und Nutzungsszenarien im Heimbereich
  • Produktdesign und Designsprache für das Wohnraum-Umfeld
  • UX/UI-Konzept für die Bedienung über Display
  • Systemkonzept inklusive Kartuschen, Filter und Verbrauchsmaterialien
  • Entwicklung des begleitenden Geschäftsmodells

Produktdesign

Im Unterschied zum B2B-System, das als Theken- oder Bartresen-Lösung in professionelle Umgebungen integriert ist, war hier eine Bauform gefragt, die im Wohnraum funktioniert – in Größe, Materialwirkung und Formensprache. Das Konzept sieht ein kompaktes, freistehendes Gerät mit klarer, reduzierter Linienführung und integriertem Front-Display vor. Es soll als modernes Küchengerät wahrgenommen werden, nicht als industrielle Schankanlage – mit der visuellen Selbstverständlichkeit, mit der heute ein hochwertiger Wasserkocher oder eine Espressomaschine in der Küche steht.

Systemaufbau

Ein wesentlicher Unterschied zum professionellen System ist die Unabhängigkeit von fester Infrastruktur. Das Konzept arbeitet mit einem integrierten Wassertank statt Festwasseranschluss, einem austauschbaren Wasserfilter, einer CO₂-Kartusche für Sprudelwasser und mehreren Sirup-Kartuschen für die Getränkemischung. Damit ist das Gerät überall im Wohnraum einsetzbar und folgt der Logik anderer erfolgreicher Consumer-Smart-Devices: Plug-and-play statt Installation, austauschbare Verbrauchsmaterialien statt komplexer Wartung.

Aufbau mit Gerät, Wasser und Kartuschen

Benutzerführung

Das Display ist die zentrale Interaktionsfläche. Nutzer:innen wählen Getränke aus, passen Geschmack, Süße und Kohlensäuregehalt individuell an und bekommen visuelles Feedback während der Zubereitung. Die Bedienung ist auf eine intuitive, fast spielerische Nutzererfahrung ausgelegt, die über die klassische Getränkeausgabe hinausgeht – mit dem Anspruch, dass Erstnutzer:innen ohne Anleitung zurechtkommen.

Geschäftsmodell

Anders als beim B2B-System, das primär als einmalige Anschaffung kalkuliert wird, ist das Heimprodukt als System mit wiederkehrender Nutzung gedacht. Das Gerät selbst ist die einmalige Investition, die Verbrauchsmaterialien (Sirup-Kartuschen, CO₂-Kartuschen, Filter) bilden das laufende Geschäft. Dieses Modell ist aus dem Consumer-Segment bekannt – Kaffeekapsel-Systeme, Wassersprudler, Drucker – und überträgt sich strukturell sauber auf die Postmix-Logik.

Ergebnis

  • Eigenständiges B2C-Produktkonzept als Ableitung des B2B-Systems, gepitcht an den Auftraggeber
  • Designsprache und Bauform für den Wohnraum statt für Gastrokontext
  • Durchgängiges System aus Hardware, Software und Verbrauchsmaterialien
  • Subscription-fähiges Geschäftsmodell als integraler Konzeptbestandteil
  • Teil der mittelfristigen Produktstrategie des Auftraggebers

Übertragbarkeit auf andere Projekte

Der Ansatz – eine bestehende professionelle Technologie für den Consumer-Markt zu adaptieren und mit einem passenden Geschäftsmodell zu verbinden – lässt sich auf viele Bereiche der Produktentwicklung übertragen:

  • B2B-zu-B2C-Ableitungen – wenn eine bewährte Technologie aus dem professionellen Umfeld in eine Consumer-Variante überführt werden soll, mit allen Implikationen für Bauform, Bedienung und Preisarchitektur.
  • Smart-Consumer-Produkte mit Hardware-Software-Integration – Geräte, bei denen das App- oder Display-Erlebnis genauso wichtig ist wie die Funktion selbst, und beides aus einem Konzept entstehen muss.
  • Produkte mit Subscription- oder Verbrauchsmaterial-Modell – Konzepte, bei denen das Geschäftsmodell nicht nachgelagert ergänzt, sondern von Anfang an mit Hardware und UX zusammen gedacht wird.
  • Wohnraumtaugliches Industriedesign – technische Geräte, die nicht wie technische Geräte aussehen sollen, sondern wie selbstverständliche Bestandteile eines modernen Haushalts.
  • Produktstrategie statt Einzelprodukt – Konzepte, die nicht nur ein Gerät sondern eine Produktfamilie über mehrere Marktsegmente hinweg denken.

Wenn du ein Consumer-Produkt aus bestehender Technologie entwickeln möchtest, ein Smart-Device-Konzept brauchst oder eine B2B-Lösung für den Endkundenmarkt adaptieren willst – lass uns sprechen.

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